|
Um auf den Ausgangspunkt der Betrachtungen zurück zu kommen, ist folgendes von jedem Vorsorgenden in Betracht zu ziehen:
| 1. |
Die gesetzlichen Systeme der Altersvorsorge können vor allem aus demographischen Gründen den Versorgungsgrad der jetzigen Rentner/Pensionärs- Generation auch für die “Rentner von Morgen“ nicht mehr aufrechterhalten. Der Politik ist das seit langem bekannt und durch das schon vorhandene Gesetzeswerk vor allem in den letzten Jahren umgesetzt worden. Weitere Einschnitte mit Vorgaben vom Gesetzgeber werden folgen. |
| 2. |
Die private Vorsorge hat inzwischen einen hohen Stellenwert bei der Mehrheit der Bevölkerung. Sie wird häufig schon in jungen Jahren langfristig betrieben, wobei der Übergang von der Kapitallebensversicherung (bisher „liebstes Kind der Deutschen“) zur privaten Rentenversicherung, Riesterprodukten, Rürup- Renten und allen Formen der betrieblichen Altersvorsorge aus steuerlichen Gründen auch statistisch zu messen ist. Die Flexibilisierung von neu auf dem Markt erscheinenden Produkten schafft dabei Voraussetzungen, um ein langfristiges Vorsorgen zu gewährleisten, das mit den unterschiedlichen Einkommenssituationen und dem damit verbundenen sich ändernden Bedarf nicht in Konflikt gerät. Vorsorgeprodukte, die gleichzeitig auch den Versicherungsbedarf ( Leistungen bei Berufsunfähigkeit und zur Absicherung im Todesfall) beinhalten oder als Baufinanzierungsbausteine bzw. zur Nutzung bei zeitweiligem privaten Geldbedarf verwendet werden können, werden immer stärker von den Versicherungsunternehmen angeboten. |
| 3. |
Personen, die ihre Rente erst weit am persönlichen Lebenshorizont erblicken können und sich langfristig nicht binden wollen, werden den Zinseszinseffekt zu ihrem persönlichen Nachteil zu spüren bekommen. Sie sind in der Zwickmühle, entweder alles über Produkte mit „Renditeturbo“ zu machen und in Crash-Zeiten vieles zu verlieren oder ein System relativ sicherer Altersvorsorge mit Steuervorteilen aufzubauen. Beide Varianten sind möglich. Auch diejenigen, die im Alter über 50 sind, haben noch allerlei Chancen. Riester- und Rürup- Renten aber auch die betriebliche Altersvorsorge rechnen sich gerade für diesen Personenkreis durch die Steuervorteileile besonders, was immer wieder von Spezialisten in der Presse hervorgehoben wird. |
| 4. |
Jeder, der seine Situation ernsthaft durchdenkt, sollte jährlich seinen Nachweis führen, wo er bei seiner persönlichen Vorsorge steht. Nutzen sollte man die Ratschläge aus www.eigenvorsorgereport.de , wo sogar noch ein Rentenrechner zur Verfügung gestellt wird. |
| 5. |
Langfristig geplante Altersvorsorge sollte den steuerlichen Aspekt und mögliche Auswirkungen auf die Sozialversicherungsbeiträge mit in die Betrachtung einbeziehen, wie es in diesem Artikel geschehen ist. |
Ohne gute Beratung ist aber für diesen komplexen Prozess kaum eine effektive Lösung zu finden!
Anmerkung: Weitere Artikel zur Problematik der Altersvorsorge sind in Vorbereitung!
|