Nicht unwichtig für viele „ Aktien- und Fondsgeschädigte“ ist der Wunsch im Alter mit Sicherheiten rechnen zu können. Im Versicherungsgewerbe gibt es den sogenannten Garantiezins für Kapitallebensversicherungen, der seit diesem Jahr 2,25 % beträgt. Viele wissen nicht, dass dieser auch im Versicherungsgewerbe für private Rentenversicherungen, Riester- und Rürup- Rentenprodukten aber auch Produkten der bAV gilt. Für fondgebundene Versicherungen gibt es in der Regel keine Sicherheit. Bei Riesterrenten über Fonds- und Banken sollten nur die eingezahlten Beiträge garantiert werden. 2,25 % sind natürlich zu wenig. Doch dieser Wert wirkt sich aus auf die garantierten Leistungen, z.B. auf die Höhe der Versicherungssummen oder auch auf die Höhe der BU- Renten. Der Garantiezins bezieht sich auch nur auf den Sparanteil der Versicherungen.
| Der Garantiezins wird nach der durchschnittlichen Rendite zehnjähriger Staatsanleihen berechnet. 60 Prozent dieses Wertes ergeben den Zins für Lebensversicherungen. Die endgültige Entscheidung über die Höhe des Garantiezinses trifft das Bundesfinanzministerium. |
Bestehende Versicherungsprodukte behalten Ihren Garantiezins über die gesamte Laufzeit. So änderte sich dieser in der Vergangenheit:
- vor 1987: 3%
- ab 1987- Juni 1994: 3,5%
- ab Juli 1994 – Juni 2000: 4%
- Mit dem Platzen der Börsenblase schrumpfte der Garantiezins zusammen, ab Juli 2000 – Dezember 2003: 3,25%
- Januar 2004 – Dezember 2006: 2,75% (erstmalig seit Ende des 2. Weltkrieges unter 3%)
- Seit Januar 2007: 2,25%
| Wer also Altverträge mit hohen Garantiezinsen besitzt, sollte sich bei Geldmangel überlegen, ob er gleich zur Kündigung schreitet, oder noch nach anderen Möglichkeiten sucht, Korrekturen, die nicht steuerschädlich sind, zu realisieren. Bei später abzuschließenden Neuverträgen bekommt er diese Bedingungen nicht mehr. |
In der Branche werden aber Zinsüberschüsse von in 2007 teilweise über 5% erwirtschaftet. Jedes Unternehmen gibt sie bei ihren aktuellen Hochrechnungen an. Diese werden jährlich gutgeschrieben. Sie klaffen zwischen den Unternehmen teilweise weit auseinander. Da das Geld zu großen Teilen in sicheren Geldanlagen getätigt wird, ist das Risiko (außer bei fondgebundenen Versicherungen) gering.